Förderung

InklusionBOSDie BOS Kirchmöser beteiligt sich seit ihrer Entstehung im Jahre 2005 am Konzept des „Gemeinsamen Unterrichts (GU) behinderter und nichtbehinderter SchülerInnen“. Seitdem ist der GU wesentliches Element der Arbeit an unserer Schule. Somit blicken wir nunmehr auf etliche Jahre Erfahrung in der gemeinsamen Unterrichtung von behinderten, nichtbehinderten Schülern und Schülern mit sonderpädagogischen Förderbedarf zurück.

Im Schuljahr 2018/19 werden an der BOS Kirchmöser ca. 25 SchülerInnen mit Anspruch auf sonderpädagogische Förderung in 8 integrativen Klassen unterrichtet. Darunter sind neben SchülerInnen mit besonderer Förderung in den Bereichen Lernen, emotional-sozial auch Kinder mit körperlich-motorischen Beeinträchtigungen.

Zum Kollegium der BOS Kirchmöser gehören 2 Sonderpädagoginnen, die für diese Kinder in Absprache mit den LehrerInnen Förderpläne erstellen und diese auf Einhaltung kontrollieren. 2 weitere Lehrkräfte befinden sich zur Zeit in der Ausbildung zum Sonderpädagogen. Gemeinsamer inklusiver Unterricht im Team gehört ebenfalls zum Alltag unserer Schule.Insbesondere an den berufsorientierten Tagen in den Praxiseinrichtungen entstehen wesentliche Erfahrungen für das soziale Lernen. Vor allem hier besteht die Möglichkeit, Toleranz, Respekt und Rücksichtnahme zu entwickeln, aber auch zu lernen und sich abzugrenzen.

An der BOS Kirchmöser gibt es keine gesonderten inklusiven Klassen. Alle SchülerInnen mit Beeinträchtigungen oder besonderen Schwierigkeiten werden in die Regelklassen bzw. –kurse integriert. Sie erhalten je nach Bedarf gesonderte Hilfsmittel, Nachteilsausgleiche bzw. Hilfestellungen. Diese sind den jeweiligen Förderplänen zu entnehmen. Inhalte und Formen des Unterrichts werden auf den Förderbedarf der einzelnen Schüler sowie die jeweilige Klassensituation abgestimmt. Grundlage dafür sind ebenfalls individuelle Förderpläne, in denen Ziele und Inhalte für die verschiedenen Lern- und Entwicklungsbereiche festgehalten werden.

Anspruch auf sonderpädagogische Förderung kann sowohl lernzielgleiche wie auch lernzieldifferente Inhalte umfassen. Dies bedeutet, dass die Schüler einerseits so weit wie möglich an den gleichen Zielen und Inhalten der Klasse arbeiten, andererseits aber je nach Lern- und Entwicklungsstand individuelle Aufgabenstellungen und Förderung erhalten. Dafür stehen umfangreiche und anschauliche Differenzierungsmaterialien zur Verfügung, die inzwischen von vielen KollegInnen auch im Regelunterricht eingesetzt werden. Mit Einführung der neuen Rahmenlehrpläne ist die Differenzierung in einzelnen Niveaustufen für die jeweiligen Unterrichtsthemen ersichtlich und verbindlich. Um den individuellen Lernvoraussetzungen zu begegnen, bietet die BOS zudem verschiedene Förderangebote an. Die Zusammenarbeit mit außerschulischen Kooperationspartnern (Schulpsychologischer Dienst, Jugendamt, Integrationsfachdienst bei Arbeit und Bildung, Arbeitsamt, usw.) und natürlich mit den Erziehungsberechtigten ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit.

Was unsere SonderpädagogInnen leisten

SonderpädagogInnen nutzen die förderdiagnostischen Möglichkeiten von Lernstandsanalysen,  Vergleichsarbeiten und Unterrichtsbeobachtungen um gemeinsam differenzierte Unterrichtsangebote mit Fach- und KurslehrerInnen zu erarbeiten. Des Weiteren werden Individuelle Förderpläne in Absprache bzw. gemeinsamer Arbeit mit dem Kollegium und dem KurslehrerInnen erstellt. Regelmäßige Förderplankonferenzen informieren das Kollegium über den Stand der Förderung.

Ein Unterricht in Kleingruppen bzw. Einzelförderung ist bis dato organisatorisch nicht durchführbar, da es aufgrund der Praxistage kaum Spielraum für solche Unterrichtsangebote gibt. Daher verweisen wir auf unser Kurssystem welches kleinere Gruppen als im Klassenverband ermöglicht. Eine andere Möglichkeit Kleingruppen zu fördern besteht im Ganztag. Im Mittagsband können SchülerInnen mit sonderpädagogischen Förderbedarf in Absprache mit den Eltern in Lerngruppen betreut werden. Beispielsweise kann somit einzelnen Schülern bei dem Erstellen von Tagesberichten und Praxisarbeiten geholfen werden.

Die sonderpädagogische Förderung umfasst also:

  • das Erstellen und Bertreuen von Lernangeboten aufgrund des diagnostizierten Lernstandes bzw. Förderbedarfs (z.B.Lernen)
  • die Realisierung der beschlossenen Nachteilsausgleiche (kö/mot, Hö/Se, em/soz., Aut.)
  • die Zusammenarbeit von Fachlehrern/Klassenlehrern/Eltern bei der Erstellung und Umsetzung der Förderpläne
  • das Informieren des Kollegiums über die Bedürfnisse von SchülerInnen mit sonderpädagogischen Förderbedarf durch entsprechende Fortbildung
  • die Betreuung von Lern- bzw. Förderangeboten im Ganztag
  • das Führen von Gespräch mit Eltern/SchüleInnen zur Information und zur Förderplanung

Förderkonzept der BOS Kirchmöser

Ziel des Unterrichts an der BOS Kirchmöser ist es, den Schülern individuelle Zugänge zum Lernen zu eröffnen und sie zu befähigen eigene Lernwege zu beschreiten. Dies setzt ein umfangreiches Wissen über die Lernausgangslage im Hinblick auf die Ressourcen, Fähigkeiten und Fertigkeiten der einzelnen Schüler (Diagnostik) voraus. Durch eine inklusive Didaktik, welche durch die Erarbeitung der neuen schulinternen Schulcurricula erarbeitet wurde, findet im Unterschied zu einer traditionellen, gleichschrittigen Unterrichtspraxis eine individuelle Förderung statt. Diese beinhaltet binnendifferenzierende Unterrichtsformen wie z.B. Stationenlernen, Wochenplanarbeit, Lerntheke, kooperative Lernformen sowie die Differenzierung der jeweiligen Unterrichtsthemen in Niveaustufen.

Um den individuellen Lernausgangslagen zu begegnen, bietet die BOS zudem diverse Förderangebote:

  • Förderkurse bei besonderen Schwierigkeiten im Lesen & Rechtschreiben in allen Jahrgängen,
    • nach jährlicher Diagnostik/Screening, orientiert an individuellen Förderplänen
  • Lernförderung im Rahmen des Ganztages,
    • Betreuung der SchülerInnen durch die Schule, Förderung durch außerschulische Kooperationspartner
  • Hausaufgabenbetreuung im Rahmen des Ganztages,
    • für alle Jahrgänge
  • Berufsorientierung
    • curriculares Konzept zur individuellen Vorbereitung auf das Berufsleben ab Klasse 7, besondere Schwerpunktsetzung in den Jahrgängen 7-9
  • Lebensbegleitung durch externe qualifizierte Personen
    • Krankenkassen, Agentur für Arbeit, Präventionsveranstaltungen durch die Polizei Brandenburg, Ausbildungsverantwortliche einzelner brandenburgischer Unternehmen
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